Blick auf ein Kraftwerk

Starke Standorte

Kunststoff- und Chemiestandorte sind Keimzellen für die wertschöpfungskettenbezogene Vernetzung mit Kunden- und Abnehmerindustrien und ermöglichen so die Verlängerung und Vertiefung bestehender Wertschöpfungsketten in der Region.

Die Produktionsstandorte profitieren dabei von Kooperationen mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen in den jeweiligen Fachdisziplinen. Durch eine Fokussierung und gezielte Entwicklung geeigneter Standorte in Brandenburg wird die internationale Wettbewerbsfähigkeit auch langfristig sicher gestellt. Das Handlungsfeld arbeitet hierfür die Alleinstellungsmerkmale dieser Standorte heraus und entwickelt Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Investoren sowie zur weiteren Profilierung der Standorte.

Auf dieser Grundlage erfolgt eine zielgruppen-orientierte Standortvermarktung und es werden Kompetenznetzwerke in der Region etabliert, um Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowie mit Förderinstitutionen zu intensivieren. Durch handlungsfeldübergreifende Kooperationen wie beispielsweise mit dem Handlungsfeld Logistik werden die Entwicklungsbedingungen der Standorte weiter nachhaltig verbessert. 

Industriepark Schwarze Pumpe | ISP

Insbesondere das Kompetenzzentrum Industriewasser stellt eine besondere Komponente des Standortes dar: in der clusterübergreifenden Projektentwicklung, -begleitung und -umsetzung in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation sind hier besondere Kompetenzen gebündelt. Der Industriepark Schwarze Pumpe | ISP verfügt im Bereich der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung über hochmoderne Technologien und langjährige Erfahrungen.

Gemeinsam profitieren im ISP inzwischen mehr als 120 Unternehmen mit rund 4.400 Mitarbeitern bei Produktion und Entwicklung von den Kooperationsmöglichkeiten und Synergiepotenzialen, die aus der Nachbarschaft zu vielen anderen innovativen Unternehmen resultieren. Als größter Arbeitgeber am Standort prägt die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) die Unternehmenslandschaft und ist sogleich Treiber für Innovationen und Kooperationen im IPS.

Ein weiterer großer Pluspunkt des Standortes ist die Nähe zur BTU Cottbus-Senftenberg, die sich als eine forschungsintensive Universität mit starker Anwendungsorientierung versteht.

Peter Otto

Kontakt

Dr.
Peter
Otto
Handlungsfeldsprecher
BASF Schwarzheide GmbH
+49 35752 6-2511

Chemiestandort Schwarzheide

Der Chemiestandort zeichnet sich durch das mit der Deutschen Bahn verbunden Schienennetz aus. Ein leistungsfähiges Kombiverkehrsterminal der Firma STR Tank-Container-Reinigung ermöglicht die Verlagerung der Transporte von der Schiene auf die Straße und umgekehrt. Über Schwarzheide als Logistikknotenpunkt werden Rohstoffe und Waren von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer, von der Iberischen Halbinsel bis nach Asien befördert. Hiervon profitieren Unternehmen wie z.B. Feurer FebraProseat Schwarzheide oder Ineos Styrolution Schwarzheide.

BASF Schwarzheide fördert die Region nachhaltig und übernimmt soziale Verantwortung. Von der Ausbildung bis zur Ansiedlung trägt sie als strukturbestimmendes Unternehmen zu einer positiven Entwicklung des Umfeldes bei. In der Nähe des Standorts befinden sich wissenschaftliche Institutionen. Dazu gehört bspw. die BTU Cottbus-Senftenberg in unmittelbarer Nachbarschaft.

Mit dem Fraunhofer-Verarbeitungstechnikum Biopolymere in Schwarzheide als Außenstelle des Fraunhofer-Institutes für Angewandte Polymerforschung (IAP) in Potsdam-Golm wurde im industrienahen, praxisrelevanten Bereich eine schlagkräftige Forschungs- und Entwicklungseinheit geschaffen, die kleine und mittlere Unternehmen unterstützt und auf diese Weise den Marktzugang von biobasierten Kunststoffen erleichtert. Mit der gemeinsamen Berufung des Leiters des Technikums durch das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung und die BTU Cottbus-Senftenberg wird die Kooperation mit der lokalen Hochschule gestärkt und zur Nachwuchskräftesicherung im Bereich der Kunststoffverarbeitung beigetragen.

Industriepark Schwedt | IPS

Der Industriepark Schwedt liegt strategisch günstig im nordöstlichen Teil des Wirtschaftraumes Berlin-Brandenburg auf der Achse Berlin - Szczecin, direkt an der polnischen Grenze. Dies ist ein idealer Ausgangspunkt zu den ost- und mitteleuropäischen Märkten sowie nach Skandinavien und ins Baltikum. Der Industriepark befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der PCK Raffinerie und ist eines der größten Industriegebiete Brandenburgs. Petrochemische Industrie hat hier ein Zuhause.

Nordbrandenburg entwickelt sich zu einer führenden Region für erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe, vor allem für Photovoltaik, Windkraft, Biogas und Biokraftstoffe. Eine Bioethanolanlage, eine Biodieselanlage und eine Holzpelletieranlage produzieren bereits. Das ermöglicht die Erschließung von potenziellen Synergien.

Die PCK Raffinerie setzt Biokraftstoffe in ihrer Produktion ein. Die Herstellung biogener Kraftstoffe der 2. Generation bietet interessante und innovative Entwicklungsrichtungen. Die Voraussetzungen der kontinuierlichen Verfügbarkeit von Biomasse aus landwirtschaftlicher Produktion in der Region sind gegeben. Die Schnittstelle von traditioneller Industrie, Land- und Forstwirtschaft bietet vielfältige Möglichkeiten der Entwicklung neuer Produkte.

Nordostdeutschland hat ein großes Potenzial an Anbauflächen für Biomasse. Kontakte zu Wirtschaftspartnern in Polen eröffnen zusätzliche Möglichkeiten der Erschließung neuer Areale für den Biomasseanbau. Ein weiterer Pluspunkt im Bereich biogener Rohstoffe sind die langjährigen und erfolgreichen Kooperationsbeziehungen zur Fachhochschule Eberswalde.

Industriepark Guben

Neben dem Traditionsunternehmen Trevira sind Unternehmen wie die polnische Grupa Azoty ATT Polymers und Megaflex Schaumstoff wichtige Arbeitgeber am Standort Guben. Die von Trevira produzierten Garnspezialitäten werden in der Innenausstattung von Pkw eingesetzt. Einsatzmöglichkeiten dieser Filamente werden in Gemeinschaftsarbeit mit externen Institutsverbünden und der BTU Cottbus-Senftenberg ständig erweitert.

Ein Ergebnis der Trevira Entwicklungsarbeit sind Zwei-Komponenten-Filamente, aus denen unter anderem dreidimensionale schallabsorbierende Flächen hergestellt werden können. Die finden beispielsweise als Sonnenschutz Anwendung oder als Wandpaneele und sind digital bedruckbar. Die verwendeten Garne gibt es außerdem auch in einer permanent schwer entflammbaren Variante.

Industriepark Premnitz

Seinen Ruf als Industriestandort verdankt Premnitz der Entwicklung der Kunstfaser. Der Industriepark Premnitz bietet herausragende Bedingungen für Unternehmen der Chemiebranche, insbesondere durch seine moderne technische Infrastruktur und die innovative Unternehmerschaft am Standort.

Die Märkischen Faserwerke produzieren auch heute noch hier. Neben diesem Traditionsbetrieb befinden sich zwei Unternehmen der Blücher Gruppe auf dem Gelände: Adsor-Tech und SmarTex, beide im Bereich Hochleistungsmaterialien und –fasern aktiv. Des Weiteren sind DOMO Engineering Plastics mit dem Bereich der technischen Kunststoffen und der süddeutsche Kunststoff-Recycler Vogt-Plastics mit ihren Dependenzen hier vertreten.

Industrieregion Neuruppin

Als regionaler Wachstumskern bietet Neuruppin leistungsstarke wirtschaftliche Infrastruktur. Hier befindet sich das Industrie- und Gewerbegebiet Neuruppin-Treskow oder der Temnitzpark mit optimalen Bedingungen für Innovationen und Kooperationen.

Am Standort sind bereits regionale Marktführer und Global Player aus der Kunststoffe-Branche ansässig. Neben der PAS Deutschland - dem führender Entwickler und Hersteller von Kabel- und Blendensystemen im Bereich der Weißen Ware – haben sich hier die Ruppiner Papier-und FolienwerkeREA Plastik TechESE Industrie sowie Atotech Deutschland angesiedelt.

Ein wichtiger Punkt hierfür ist die gute Arbeitskräfteverfügbarkeit. Innovationen spielen hier eine bedeutende Rolle: PAS Deutschland hat in den vergangenen Jahren mehrmals den Brandenburger Innovationspreis Kunststoffe und Chemie gewonnen.

Technologieregion Wildau

Wildau ist eine Stadt mit einer über hundertjährigen Industrietradition. Seit den fünfziger Jahren entwickelte sich Wildau zudem zu einem Lehr- und Forschungsstandort. Auf dem ehemaligen Schwermaschinenbaugelände hat sich das Zentrum für Luft- und Raumfahrt (ZLR) - ein Standort mit attraktiven Hallen- und Büroflächen in einem innovativen Umfeld für Hightech-Firmen und Start-ups – angesiedelt. Die Technische Hochschule und das Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) sind hier ebenfalls ansässig. Das TGZ bietet attraktive Möglichkeiten für Existenzgründer, Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen.

Das Fraunhofer Institut für Angewandte Polymerforschung mit seinem Forschungsbereich Polymermaterialien und Composite PYCO und die TH Wildau stellen schon heute einen wichtigen Ansiedlungsfaktor für neue Unternehmen dar und können durch neue Forschungskooperationen im künftigen „Kompetenzzentrum für energie- und ressourceneffizienten Leichtbau und Verbundwerkstoffe“ weiter wachsen.

Am Standort Wildau mit seiner starken Konzentration auf Leichtbautechnologien haben sich bereits mehr als 60 Unternehmen angesiedelt, die in enger Kooperation mit ausgewiesener technologieorientierter Forschung diesen Standort dynamisch weiterentwickeln werden.

Das "Zentrum für Zukunftstechnologien ZFZ" wird in unmittelbarer Nachbarschaft der TH Wildau und in fußläufiger Entfernung des ZLR gebaut werden. Der viergeschossige Gebäudekomplex mit einer Fläche von rund 7000 m² für Büro-, Hallen- und Werkstattflächen soll 2020 fertig gestellt werden.